Meine Ernährung in der Schwangerschaft

Ich habe euch ja versprochen, euch ein kleines Update bezüglich meiner Ernährung zu geben. Seit Beginn der Schwangerschaft hat sich da nämlich einiges geändert. Doch bevor ich in das Thema einsteige, möchte ich hier nochmal klar und deutlich sagen, dass ich keine Expertin in diesem Gebiet bin. Ich kann euch nur sagen, was für mich funktioniert und was mir gut tut. Bei Fragen oder Problemen wendet euch bitte immer an eure behandelnde Ärztin.

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Den größten Schocker möchte ich zuerst los werden, ich esse wieder Fleisch. Bäm. So sehr ich auch motiviert war eine vegetarische Schwangerschaft durchzuziehen, so groß war leider auch mein Heißhunger auf Fleisch. Und diesem habe ich nachgegeben. Keine Sorge, mein Kühlschrank quillt jetzt nicht über vor Wurst- und Fleischbergen, ich würde auch sagen, dass ich zu 90% immer noch vegetarisch esse. Aber so einmal die Woche gebe ich meiner Lust auf Fleisch oder Wurst dann doch nach und esse eine kleine Portion. Ich finde das auch nicht schlimm, ich denke, dass gerade während der Schwangerschaft der Körper ganz genau weiß was er braucht und dies möchte ich dann auch zur Verfügung stellen. Ich achte dabei auf gute Qualität, Herkunft, Frische und natürlich auch auf die Zubereitung. Fleisch wird immer gut durchgebraten.

Aber fangen wir mal von vorne an… die ersten drei Monate waren nicht leicht. Ich hatte mit starker Übelkeit und ständigem Unwohlsein zu kämpfen. Dementsprechend schnell kamen dann diverse Abneigungen, von denen immer noch ein paar wenige hängen geblieben sind. Verschiedene Nudelsorten kann ich zum Beispiel immer noch nicht sehen, nach Gemüse war es mir sehr lange nicht und auch an diverse Obstsorten musste ich mich erst langsam wieder ran tasten. Im Nachhinein kann ich gar nicht so genau sagen wonach mir war und wonach nicht, das hat von Tag zu Tag und von Stunde zu Stunde variiert. In den ersten Wochen war es deshalb sehr schwer etwas zu essen zu finden und beim Gedanken daran stundenlang in der Küche zu stehen wurde mir direkt schon wieder schlecht. Also gab es häufig schnelle und einfache Küche, nicht immer das gesündeste aber das, was mir am besten bekommen ist.

Inzwischen ist die Übelkeit weg, mir geht es viel besser und die Lust auf frisches und gesundes Essen ist zurück gekehrt. Einziger Unterschied zu früher (neben der Sache mit dem Fleisch) ist, dass ich häufiger und regelmäßiger essen muss. So verlasse ich das Haus zum Beispiel NIE ohne ein kleines Frühstück, obwohl ich auf Arbeit ein paar Stunden später noch einmal Frühstücke.

Als erste Mahlzeit des Tages gibt es meistens süß, das bekommt mir zu so früher Stunde am besten. Müsli oder eine Scheibe Brot mit Marmelade zum Beispiel. Außerdem fahre ich momentan total auf Nutella ab, ich versuche mich aber zurück zu halten und nicht zu oft mein Brot damit zu beschmieren. Dazu gibt es einen Milchkaffee (die einzige Tasse Kaffee am Tag) und ein Glas Saft. Am liebsten Orangensaft. So gut gestärkt kann ich dann in den Tag starten. Ungefähr drei Stunden später knurrt dann schon wieder der Magen, dann gibt es aber erst einmal eine große Portion Obst und je nach dem, was ich auf Arbeit dabei habe… ein belegtes Brötchen mit Käse und etwas frisches Gemüse zum Beispiel, gerne jedoch etwas herzhaftes. Dazu gibt es ein oder zwei Tassen Tee.

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Vor der Schwangerschaft hat mir mein Frühstück immer ausgereicht, ich war gesättigt, bis ich Nachmittags zu Hause war und gekocht habe. Jetzt aber leider nicht mehr. Also gibt es zur Mittagszeit einen weiteren kleinen Snack. Entweder Reste vom Tag davor oder eine Scheibe Brot, je nach dem.

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Als „Zwischenmahlzeit“ gibt es dann meist etwas Süßes. Ich versuche, wie auch vor der Schwangerschaft, nicht zu viele Süßigkeiten zu essen und zum Glück habe ich auch nicht wirklich Heißhunger auf Schoko und Co. Trotzdem ist es mir so einmal am Tag nach einem kleinen Stück Schokolade oder mal einem Stück Kuchen oder Joghurt mit Obst. Aber das war auch schon vor der Schwangerschaft so und ich denke, dass man einmal am Tag auch etwas naschen darf. Egal ob man nun schwanger ist oder nicht.

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Gegen Abend gibt es dann meist unsere warme Hauptmahlzeit. Hier gibt es wie gesagt ungefähr einmal die Woche ein Fleischgericht, einmal die Woche versuche ich Fisch zu essen und ansonsten bleiben wir bei vegan/vegetarischer Kost. Kartoffeln, Nudel, Reis, verschiedenes Gemüse oder einen bunten Salat. Nach wie vor versuchen wir abwechslungsreich und gesund zu essen.

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Außerdem versuche ich viel zu trinken. Meinen Kaffeekonsum habe ich, wie gesagt, auf eine Tasse pro Tag reduziert und auch diese gibt es nur mit viel, viel Milch. Ansonsten trinke ich Tee, dünne Saftschorle und Wasser, Wasser, Wasser.

Aber natürlich gibt es sie doch, die Schwangerschaftsgelüste. Und so ist mir auffallend oft nach Pommes, Pizza und anderem ungesunden Zeugs. Auch diesen Gelüsten gebe ich hin und wieder nach, sonst macht man sich ja auch zu verrückt.

Wie auch schon vor der Schwangerschaft versuche ich einfach gesund und abwechslungsreich zu essen, mit ein paar Ausnahmen und mich im Großen und Ganzen nicht so sehr stressen zu lassen. Leider gelingt mir das nicht immer, man macht sich einfach doch mehr Gedanken um sich und seinen Körper, wenn man für ein weiteres kleines Wesen verantwortlich ist.

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