Gastbeitrag // Raus aus dem Alltag – Warum es sich lohnt, lange Reisen zu machen

Auf den heutigen Gastbeitrag freue ich mich ganz besonders. Josi & Olaf von Backpackbaby haben sich bereit erklärt, ein bisschen über ihr Leben auf Weltreise zu schreiben. Einfach aussteigen, aus dem Alltag, aus dem Gewöhnlichen. Den Mut haben sich die Freiheit zu nehmen und das Leben genießen. Eine Sehnsucht, die auch in mir schlummert. Wie gerne würde ich einfach mal aussteigen, sei es auch nur für eine kurze Zeit.

Josi und Olaf bereisen mit ihrer süßen Tochter Salome die Welt, ihre Erlebnisse könnt ihr auf ihrem Blog mitverfolgen. Auf Instagram findet ihr die kleine Familie HIER.

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Die meisten Menschen kommen in ihrem ganzen Leben nicht in den Genuss einer wirklich langen Reise. Noch seltener dürfte die ganze Familie geschlossen unterwegs sein. Es braucht bei jedem Ausflug einige Tage, bis sich der Staub des Alltags legt. Noch länger dauert es, bis wirkliche Erholung einsetzt. Die meisten von uns sind da dann schon wieder im Büro und fragen sich, ob sie diese Zeit nicht nur geträumt haben. Manchmal folgt auf den Wegbruch der täglichen Routine sofort eine Krankheit, weil der Körper endlich einmal von der inneren Leine gelassen wird, die ihn täglich würgt.
Das klingt im ersten Moment ganz schön gefährlich. Warum lohnt es trotzdem, sich auf eine längere Auszeit einzulassen? Ganz einfach: erst nach mehreren Wochen des Reisens wird der Kopf klar für eine tiefergehende Erholung. Zu Beginn ist jede Veränderung anstrengend.

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Ich war noch niemals in Taipei

Als wir auf unserer ersten Station in Taipei ankommen, liegt ein zwanzigstündiger Flug über Hong Kong hinter uns. Wir haben einen verregneten Juni gegen die heißeste Zeit des Jahres in Taiwan getauscht. Subtropische Hitze erschlägt uns, kaum, dass wir das Terminal verlassen. Schon das ewige Anstehen am Flughafenbus und die turbulente Fahrt in die Innenstadt sind eigentlich zu viel für uns Reiseneulinge. Völlig übermüdet finden wir fast unser Hostel nicht, dass sich in einer taiwanesischen Version der Winkelgasse versteckt.
Endlich angekommen in der Kühle der Aircondition, brechen wir auf dem Bett zusammen. Das soll nun unsere Familienzeit werden? In einer Stadt, in der sich so etwas Banales wie aus der Tür zu treten anfühlt, als würden wir auf dem Grund eines glühend heißen Ozeans spazieren gehen? Das hatten wir uns wirklich leichter vorgestellt. Dabei war meine Frau bereits mehrmals in Taiwan gewesen, nur eben ohne mich und unsere Tochter. Lag es vielleicht an mir, dass wir nicht zurechtkamen?

Hinterm Horizont geht’s weiter

Jeder Aufenthalt an einem Ort, an dem alles fremd ist, gleicht einer Reise auf einen anderen Planeten. Du spürst förmlich, wie du die sozialen Codes verletzt. Und wie, um alles in der Welt, kannst du nicht in der Lage sein, eine normale Handykarte zu kaufen oder ein Straßenschild zu entziffern? Warum weigert sich jeder Geldautomat, Scheine auszuspucken? Muss die Karte verkehrtherum eingeschoben werden? Funktioniert es nur donnerstags? Ist überhaupt noch Geld auf der Karte?
In diesem Zustand machen wir uns auf, eine Bleibe für die kommenden Wochen zu finden. In einem Land, das mich überfordert, in einer Sprache, die ich nicht spreche, umgeben von Menschen, die ich nicht verstehe. Im Nachhinein finde ich es immer noch verwunderlich, dass wir nicht sofort die Segel gestrichen haben – und es ist ein Glück, dass wir geblieben sind.

Durch den Monsun

Nach ungefähr vierzehn Tagen (und einem Besuch im Da’an-Park, bei dem wir zwei Stunden für fünfzig Meter brauchen) haben wir uns akklimatisiert. Langsam können wir all die schönen Seiten der Fremdheit genießen: die Nachtmärkte mit den seltsamen Gerüchen und bunten Gerichten. Plötzlich auftretende Regengüsse, die alle Menschen unter die Kolonaden treiben. All die Schirme, die wir geschenkt bekommen, weil wir mit Kind unterwegs sind, während sich die großzügigen Schenker wie selbstverständlich wieder in den Monsunregen aufmachen. Das merkwürdige Gefühl, etwas Fremdes zu betrachten, dass uns eigenartig bekannt vorkommt. Langsam fühlt sich das Unbekannte heimisch an.
Die Freude an einer Weltreise kommt erst mit der Zeit. Je länger du unterwegs sein wirst, desto länger ist auch die Katerphase zu Beginn, wo dein Körper lernt, sich auf die neuen Lebensabläufe einzustellen.

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Heute hier, morgen dort

Wir fühlten uns erst wirklich im Reisen angekommen, als das “Unterwegs sein” unser neuer Alltag war. Im Grunde war das erst ab Vietnam, unserer zweiten Station auf der Reise, der Fall. In Taiwan hatten wir zwar einen geregelten Tagesablauf, aber keine Routine im Reisen. Unsere Veränderung blieb statisch an einen Ort gebunden. Erst die Differenzerfahrung und die Befreiung, die der Flug nach Vietnam mit sich brachte, ließ das Gefühl aufkommen, wirklich unterwegs zu sein. Mein Geist brauchte diese Zeit, um zu akzeptieren, dass er wirklich auf Reisen war. Erst in Thailand, unserem dritten Stopp, machte mir das Unterwegssein nichts mehr aus. Jetzt begannen sich die positiven Effekte dieses Abenteuers zu zeigen: unsere wachsende Gemeinschaft als Familie, der neue Freiraum, der sich zum Denken auftat. Ich nutzte die Chance, und überprüfte viele Vorurteile, die ich mir von der Welt und über mich gemacht hatte.
Am Ende unserer langen, langen Reise hatte ich das Gefühl, es wäre zehnmal so viel Zeit vergangen und ich war definitiv nicht mehr derselbe.

Wenn du denkst, du denkst…

Kann eine solche Reise auch überfordern? Wenn du dir Sorgen machst, dass dir das, was du auf einer längeren Auszeit über dich herausfindest, nicht gefallen könnte, solltest du vorsichtig sein. Es ist nicht möglich, dem Nachdenken über sich selbst auf so einem Trip aus dem Weg zu gehen. In einer der endlosen Stunden des Wartens, Reisen und Länderwechselns wird dich ein Gedanke zu dir selbst überkommen, der dich erstaunt oder sogar erschreckt. Das ist einer der Gründe für all die Dauerbeschallung in den Resorts und den rigiden Besichtigungsplänen bei Gruppenausflügen. Auf einem Kurztrip kannst du keinen Spaß haben, wenn dir dein vernachlässigtes inneres Selbst in den Weg tritt.

Das Glück liegt nur in unserer Hand

Ich habe dafür auf unserer Reise die Erfahrung gemacht, dass sich Freude und Erholung praktisch von selbst einstellen, wenn ich meinem inneren Ich genug Raum gebe, um zur Ruhe zu kommen. Ein Kurztrip oder eine normale Urlaubsreise von zwei Wochen hingegen, gerne in einen Ort mit Rundumbetreuung für Kinder und Dauerprogramm für die Eltern bringt niemanden zusammen. Sie schafft kein Gemeinschaftsgefühl und keinen Ruhepol für das Leben. Er ist eine Flucht aus dem Alltag, kein Versuch, den Alltag neu zu beleben.
Eine Langzeitreise erdet. Sie hat mir die Möglichkeit gegeben, ein besserer Vater zu sein. Ich weiß jetzt mehr über mich und meine Lieben und auch, wie frei wir leben wollen. Dank unserer Reise schätze ich meinen Alltag und freue mich trotzdem über jedes neue Abenteuer. Ich wünsche allen Menschen diese Erfahrung; ob als Sabbatical, in Elternzeit oder als Aufbruch in ein neues Leben.

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Olaf Bernstein

Wir haben all unseren Mut eingepackt und bereisen mit unserer Tochter die Welt. Wir sind dabei herauszufinden wer wir sind und wie wir als Familie leben wollen. Wir sind mit unserem Blog www.backpackbaby.de auf Forschungsreise zu uns selbst.

 

Gastbeitrag // Tipps und Anregungen für ein entspannendes Babybad

Heute meldet sich eine echte Expertin für euch zu Wort. Ich freue mich sehr, dass sich Christiane dazu bereit erklärt hat ein bisschen über ihre Arbeit als Hebamme zu berichten und euch (und natürlich mir) genauestens zu erklären, wie ein Babybad durchzuführen ist. Vielen Dank Christiane. Ihren Instagram Account findet ihr HIER.

Hallo, ich bin Christiane Hammerl, Hebamme aus Berlin. Ich werde heute aus meinem Hebammenalltag berichten und euch Tipps für ein entspannendes Babybad geben. Nehmt euch Zeit für das erste Bad, lege dir alle Utensilien, die du dafür brauchst zurecht und bereite den Raum zum Baden vor.

Utensilien: großes und kuscheliges Baumwollhandtuch, weicher Waschlappen, Mulltuch und Baby-Badewanne, optional ein Wasserthermometer und etwas Muttermilch mit ein paar Tröpfchen gutem Mandelöl für das Badewasser. Ist dein Baby satt, ausgeschlafen und hat einen sauberen Popo, dann ab ins warme „ Kleopatrabad“.

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Fülle die Babybadewanne zwei handbreit mit 37 Grad warmen Wasser. Optional gießt du etwas von deiner Muttermilch mit ein paar Tröpfchen Mandelöl ins warme Wasser. Lege eine frische Mullwindel/Spucktuch auf das Wasser. Halte deine Tochter/deinen Sohn im Wasser immer fest, lass sie nie unbeaufsichtigt in der Babybadewanne.

Nun beschreibe ich dir, wie du dein Baby im Wasser gut und sicher festhältst. Führe deine rechte Hand unter dem Köpfchen durch und umschließe mit deinem Daumen und deinem Zeigefinger den rechten Oberarm deines Neugeborenen. Der Kopf deines Kindes ruht auf der Innenseite deines Handgelenkes. Mit deiner linken Hand, gehst du unter den bereits gereinigten Popo. Nun legst du dein Baby auf das im Wasser schwimmende Mulltuch und schlägst das Tuch um die Beine, den Oberkörper und die Arme, somit spürt dein Baby eine weiche und klare Begrenzung auf der Haut. Meine Erfahrung zeigt mir, dass die Babys ihr erstes Bad mit dieser Technik entspannter genießen können. Lass deinen Nachwuchs in Ruhe in der Badewanne ankommen, bevor du beginnst den Körper behutsam zu waschen.

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Mit der rechten Hand fixierst du dein Kind und der linken Hand kannst du die Hautfalten sanft reinigen, am besten vom Hals bis zu den Füßchen. Den Kopf zum Schluss, sonst wird es deinem Knirps zu kalt. Das Babybad sollte nicht lange dauern, sonst reizt man die feine Babyhaut unnötig und die Haut verliert an Feuchtigkeit. Nach 5-10 min hebst du dein Kindchen aus dem Wasser, leg deine Hand wieder unter das Gesäß deines Babys. Lege dein Baby auf ein weiches vorgewärmtes Baumwollhandtuch, wickle es ein und tupfe die Haut sanft ab. Achte auch auf die Hautfalten, tupfe die Hautfalten am Hals und die Achseln gut trocken, an diesen Stellen neigt die Säuglingshaut wund zu werden.

Bade dein Kind regelmäßig, gerne 2-3 mal wöchentlich. Rituale geben dir und deinem Baby Sicherheit. Baden ist schonender als das einfache waschen mit einem Waschlappen. Creme dein Baby nach dem Bad ein, zum Beispiel mit Produkten von Weleda oder das boep. Eine Studie der Hautklinik der Charite bestätigt, dass das 2x wöchentliche eincremen der Säuglingshaut den Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhält. Du kannst dein frisch gebadetes Kindchen jetzt mit einer Massage von Herzen verwöhnen, somit pflegst du sowohl die Säuglingshaut als auch die Seele deines Kindes. Genießt die gemeinsame Zeit !

Gastbeitrag // Guter Start in die Elternzeit – Must haves fürs Wochenbett

Auch heute gibt es wieder einen tollen Gastbeitrag für euch. Die liebe Anne von „Meine Eltern-Zeit“ hat sich bereit erklärt, ihre Must Haves fürs Wochenbett mit uns zu teilen. Ich bin wirklich total dankbar für solche kleinen Tipps und Tricks von anderen Mamas und hoffe, dass ich dank guter Vorbereitung eine schöne Zeit im Wochenbett haben werde. Danke liebe Anne für deinen tollen Beitrag. Ihren Blog findet ihr HIER und auf Instagram ist Anne HIER zu finden.

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Als die liebe Steffi mich bat, einen Gastbeitrag für ihren „Blogurlaub“ während der Wochenbettzeit zu schreiben, war ich sofort Feuer und Flamme. Erstens, weil ich gerne auf diesem Wege zu einer wunderschönen, entspannten Wochenbettzeit für sie beitragen möchte. Und zweitens, weil das Thema gut zu meinem Blog passt, in dem es um eine erfüllte Zeit für und als junge Eltern geht.

Die allgemein bekannten Ratschläge für das Wochenbett wie vorkochen, es ruhig angehen lassen und schlafen, wenn das Baby schläft, fand ich persönlich nicht so wahnsinnig hilfreich: In der ersten Schwangerschaft habe ich vorgekocht und eingefroren, wie eine Wilde – um dann festzustellen, dass mein Baby von Zwiebeln (ja, auch gekochten und angebratenen!) und Kohl (ja, auch Blumenkohl und Brokkoli!) Blähungen und von Tomaten einen roten Popo bekam. So viel dann dazu. Und wer diese Tipps mit dem Entspannen und Schlafen wenn das Baby schläft verbreitet hat, dem hätte ich gerne mal für ein paar Stunden meine Babytochter gegeben…

Während mein erstes Wochenbett also aus verschiedenen Gründen nicht so toll war, lief es beim zweiten Kind deutlich entspannter. Das liegt zwar definitiv nicht an einer besseren Vorbereitung (für die mir mit der großen Tochter nicht wirklich viel Zeit blieb), aber insgesamt wusste ich beim zweiten Mal doch eher, was mich erwartet und was ich so brauche. Hier also meine persönlichen Must Haves fürs Wochenbett – natürlich rein subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit 😉.

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Weißkohl / Quark

Für mich DIE Wundermittel bei schmerzhaftem Milcheinschuss. Vor allem den Weißkohl kann ich nur jeder ans Herz legen – einfach im Kühlschrank lagern und vor Gebrauch möglichst große Scheiben abpulen. Die kann man dann direkt auf die spannenden Bereiche legen (hält umso besser, je größere Scheiben man abgepult hat) und so lange drauf lassen wie man den Geruch ertragen kann…

Quark hilft auch gut und riecht besser, ist aber in der Anwendung etwas aufwändiger und nicht wirklich praktikabel mit Baby auf dem Arm oder im Tragetuch. Man kann den Quark entweder direkt auf die Bereiche schmieren, leicht eintrocknen lassen und unter der Dusche abspülen, oder mit einem Spucktuch o.Ä. einen Umschlag draus machen.

Leinsamen / Leinöl

Spricht niemand gerne drüber, also versuche ich es auch mal diskret auszudrücken 😉: Die Verdauung ist in der ersten Zeit nach der Geburt oft verlangsamt. In Kombination mit einer geschwächten Beckenbodenmuskulatur kann das schnell unangenehm werden… Standardtipp ist immer viel Obst und Gemüse wegen der Ballaststoffe. Da ich zum Beispiel aber in der Anfangs-Stillzeit wegen möglicher Blähungen und wundem Babypopo auf diverse Obst- und Gemüsesorten verzichtet habe, ist das gar nicht so einfach.

Deshalb sind für mich in Wasser eingeweichte Leinsamen eine gute Alternative. Ich esse sie gerne zusammen mit Joghurt oder Müsli und nehme dazu gleich noch etwas Lein- oder Rapsöl (andere Ölsorten gehen vermutlich auch) zum „Schmieren“…

Gutes Buch

Vermutlich wird im Wochenbett kaum jemand dazu kommen, dicke und anspruchsvolle Romane zu wälzen. Aber bei mir war es so, dass ich selbst im anstrengenden ersten Wochenbett mit meiner Tochter mal kurz zwischendurch zum Lesen kam. Meine Lieblingsbücher für Wochenbett und erste Babyzeit sollten nicht zu lang, spannend oder sonst irgendwiewie emotional   sein – eben etwas, das ich zwischendurch lesen und bei Bedarf schnell wieder weglegen kann und das mir gute Laune macht.

Ein solches Buch ist z.B. Geborgen Wachsen von Susanne Mierau. Vor allem in „schwachen“ Momenten, in denen ich mich frage, warum (nur) mein Baby so wenig / nur im Tragetuch schläft bzw. so häufig trinken / auf dem Arm sein möchte, motiviert mich Susannes liebevoll geschriebenes Buch immer wieder, meinen bedürfnisorientierten Weg weiter zu gehen.

Wenn man schon ältere Kinder hat, kann ich auch Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten – der Umgang mit Trotzphasen sehr empfehlen. Die Autorinnen Katja Seide und Danielle Graf zeigen theoretisch fundiert und gut lesbar auf, wie man bedürfnisorientiert mit der Autonomiephase umgehen kann. Ideal also für das zweite / dritte etc. Wochenbett, wenn einem die entthronten älteren Geschwisterchen die die Bude zusammen schreien…

Gerne lese ich – nicht nur im Wochenbett – auch lustige Erfahrungsberichte anderer Eltern, z.B. Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith von Christian Hanne oder Muttergefühle von Rike Drust. Auch hier gibt natürlich Varianten für Eltern mit mehreren Kindern, z.B. Sehr gerne, Mama, du Arschbombe von Patricia Cammarata.

Auch sehr gut gefallen hat mir Zen oder die Kunst Mutter zu sein von Karen Miller. Humorvoll und ehrlich schreibt die Autorin über verschiedene Aspekte des Mutterseins und gewinnt daraus meditative Einsichten über Elternschaft und das Leben.

Die Autoren der ersten fünf Bücher sind übrigens allesamt Blogger/innen. Deren Blogs sind natürlich ebenfalls absolut lesenswert, und Blogtexte eignen sich ja auch ganz hervorragend fürs Stillen oder kurze Ruhepausen im Alltag 😉.

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Vorgeschriebene / vorausgefüllte Anträge

Ich persönlich finde Papierkram total nervig, und gerade in der ohnehin schon manchmal anstrengenden ersten Babyzeit fallen besonders viele organisatorische Aufgaben an: Kind anmelden, Arbeitgeber und Krankenversicherung benachrichtigen, Elternzeit und ggf. Elterngeld beantragen, etc.. Da hilft es, wenn man sich vorher, wenn man noch einen halbwegs klaren Kopf hat, genau aufschreibt, was alles zu tun ist, ggf. schon mal Formulare ausdruckt und provisorisch ausfüllt und die entsprechenden Briefumschläge vorbereitet. Meiner Erfahrung nach tauchen dann im „Ernstfall“ immer noch genug bürokratische Hürden auf, sodass man sich keine Sorgen machen muss, dass es dann zu einfach und schnell geht mit dem Papierkram…

Augen roll-on / Löscher

Pflegeprodukte sind ja ganz individuell, und jeder hat bei Duschgelds, Cremes und Make-ups so seine eigenen Favoriten. Im Wochenbett sind die Voraussetzungen allerdings etwas anders. Wer nicht gerade mit einem dauerschlafenden Wunderbaby gesegnet ist, wird früher oder später ziemlich müde sein und eher wenig Zeit und Energie für ausgiebige Beautysessions haben.

Natürlich gibt es jetzt Wichtigeres, als topgestylt und geschminkt zu sein. Mir ging es aber so, dass ich mich mit ein paar kleinen Maßnahmen deutlich frischer fühlte, was auch der allgemeinen Stimmung sehr zuträglich war. Dafür waren bei mir ein kühlender Augenroller (z.B. von Nivea) und „Der Löscher“ (von Maybelline) absolut ausreichend – Zeitaufwand: 2 Minuten, Effekt: Riesengroß 😊

Gute Kamera

Kurz nach der Geburt unserer Tochter kam mein Mann auf die tolle Idee, dass wir ja nun langsam mal eine „richtige“ Kamera bräuchten. Eigentlich total sinnvoll, aber eben auch zeitaufwändig, sich mit den verschiedenen Modellen auseinander zu setzen und dann mit dem auserkorenen Gerät vertraut zu machen. Also am besten vorher kaufen und schon mal ein wenig damit üben – ein Stressfaktor weniger, und man verpasst man keine wunderbaren Babymomente, weil die schicke neue Kamera nicht angeht oder statt schöner Fotos nur seltsame Geräusche macht….

Und wie habt ihr die erste Babyzeit er- bzw. überlebt? Habt ihr weitere Tipps und Must-Haves fürs Wochenbett?

Gastbeitrag // Elternzeit in Neuseeland

Heute habe ich einen ganz besonderen Gastbeitrag für euch, von einer ganz besonderen Person. Meine liebe Freundin Shaline, die eigentlich so überhaupt nichts mit bloggen zu tun hat, hat sich bereit erklärt ein bisschen über ihre große Reise nach Neuseeland zu berichten. Mich interessiert das Thema „Reisen mit Kind“ ganz besonders, denn mein Mann und ich sind ja bekanntlich auch sehr gerne in der Weltgeschichte unterwegs und wir sind gespannt, wie das in Zukunft mit Kind und Kegel so werden wird. Da ist ein persönlicher Erfahrungsbericht doch schon sehr viel wert. Übrigens hat das Reisen Shaline und mich auch zusammengeführt… wir haben uns damals (DAMALS…vor 10 Jahren) am Flughafen kennengelernt, als wir beide in unser AuPair Abenteuer gestartet sind.

Saline ist übrigens ausgebildete Kinderkrankenschwester mit Zusatzausbildung zur Windelfrei-, Stoffwindel- und Trageberaterin (ich hoffe, dass ich nichts vergessen habe?!). Wenn ihr euch gerne mehr über ihre Arbeit informieren mochtet, dann schaut doch mal HIER vorbei.

Da sich über eine so lange Reise natürlich viel berichten lässt, wird der Beitrag in zwei Teile aufgeteilt… viel Spaß beim lesen!

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Schon in der Schwangerschaft war uns klar, dass wir die Elternzeit gern zum Reisen nutzen möchten. Ist man erst mal berufstätig, bekommt man selten die Gelegenheit gleich zwei Monate am Stück zu verreisen. Es sollte also ein Land sein, das sich nur für so lange Zeit lohnt, in dem wir die Landessprache beherrschen, es gute medizinische Versorgung und möglichst wenig wilde/gefährliche Tiere gibt. So fiel die Wahl recht schnell auf Neuseeland. Weiter weg geht einfach nicht.
Da Neuseeland auf der Südhalbkugel liegt, ist dort an Weihnachten Hochsommer. Wir legten also die Elternzeit meines Mannes in die Adventszeit. Beim Flüge buchen taten wir uns erst etwas schwer, da wir uns nicht sicher waren, ob es sinnvoll ist, einen Zwischenstopp einzulegen oder direkt durchzufliegen. Die meisten Umstiege sind allerdings über Großstädte in China, in denen wir mit Säugling nicht unbedingt länger bleiben wollten. Wir entschieden uns deshalb bis Sydney über Dubai durch zu fliegen und dort die erste Woche zu verbringen, bevor es weiter ging nach Christchurch, auf der Südinsel Neuseelands. Als Airline suchten wir uns Emirates aus, da wir gehört hatten, dass sie sehr kinderfreundlich sind und das können wir bestätigen. Direkt nach der Buchung reservierten wir ein kleines Babybassinett und hatten somit unsere Sitzplätze mit viel Beinfreiheit auch direkt sicher. Der Flug klappte wunderbar. Zu Start und Landung und natürlich auch zwischendrin wurde gestillt. Die Trage hatten wir selbstverständlich im Gepäck und konnten den Sohnemann zum Einschlafen in den Gängen auf und ab tragen. Zwischendurch hatte er großen Spaß, die Treppe zur First Class hoch zu krabbeln oder die Flugbegleiter von ihrer Arbeit abzuhalten. In Sydney schliefen wir immer dann, wenn das Baby müde war und so haben wir uns gemeinsam in 2-3 Tagen bereits an die neue Zeitzone gewöhnt gehabt.

Während unserer Reise verfasste ich ein Reisetagebuch und möchte mich euch einige Ausschnitte teilen:

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… In Sydney hatten wir eine Unterkunft über Airbnb gebucht direkt am Bondi Beach. Hier gibt es eine nette Südamerikanerin und 3 Katzen als Mitbewohner. Sohnemann versucht die Katzen zu fangen und interessiert sich brennend für ihr Essen. Die Stadt schauen wir uns natürlich auch an und sie gefällt uns gut. Wir nehmen eine Fähre zum Manly Beach und genießen die Aussicht auf Sydneys Skyline mit dem legendären Opera House am Wasser….

An den Stränden darf Sohnemann krabbeln und jagt mit High Speed den Möwen hinterher. Dabei landet er leider zwei Mal Nase voraus im Sand. Dank Sonnencreme klebt dieser besonders gut im Gesicht.

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… In Neuseeland angekommen schauen wir uns zuerst Christchurch an. Die Stadt wurde 2010 & 2011 von schweren Erdbeben erschüttert, wir sind erschrocken über das Ausmaß der Naturkatastrophen. Sogar 5 Jahre danach gibt es immer noch viele freie Asphaltplätze, wo früher einmal Häuser standen. Das Leben ist aus der Innenstadt fast gänzlich verschwunden und wir müssen nach 17:00 lange nach einer Örtlichkeit für Abendessen suchen. Von hier aus geht es weiter auf die Halbinseln Peninsula Banks wo ich in der Bucht mit Delfinen schwimmen darf. An diesem Tag ist die Luft ist eisig, das Wasser noch kälter… 14 Grad. Hier in dieser Bucht leben die seltenen und kleinsten Delfine, die Hektordelfine. Sie sind nicht mal so groß wie ich, aber trotzdem beeindruckende Tiere. Sie schwimmen in eher kleinen Gruppen (2-5 Tiere) und interessieren sich auch ab und zu für den Menschen, können ihre Laune aber auch schnell ändern und wieder verschwinden. Wir haben Glück. Nach kurzem zeigen sich die ersten Tiere. Wir warten noch etwas ab, um sicher zu gehen, dass sie mit uns spielen wollen und springen dann von unserem Schlauchboot ins eiskalte Wasser. Die Tiere bleiben und es kommen immer mehr. Tatsächlich bin ich und ein anderer Touri fast eine Stunde mit den Delfinen am spielen und schwimmen. Die Wasserkälte wird dabei ausgeblendet. Aber irgendwann ist genug und wir klettern aufs Boot zurück, mit einem dicken breitem Grinsen im Gesicht und ziemlich durchgefroren.

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… Nach einer Woche holen wir endlich unseren Camper ab. Dieser hat das Zertifikat ‚Self Contained‘ und damit dürfen wir offiziell wild campen oder auch ‚Freedom Camping‘. Die erste Nacht verbringen wir auch direkt in Freiheit am Lake Tekapo, von wo aus man einen traumhaften Blick auf die Milchstraße in der Nacht hat. Auf der Weiterreise verspeisen wir frischen Lachs aus bester Wasserqualität, beobachten Pinguine am Strand und Robben, die beim Frühstück an uns vorbei schwimmen. Wir folgen dem guten Wetter in Richtung Süden der Inseln, der Weg führt uns durch die wunderschönen und einsamen Catlins. Grünstes Weideland, Schafe überall, das Meer vor unserer Nase. Neuseeland ist wunderschön. Am Strand saust Sohnemann mal wieder den Möwen nach und testet jede Muschel auf ihre Geschmacksrichtung. Vom Süden geht es ins Fjordland. Hier begegnen wir das erste Mal dem einzigen wilden Tier – den Sandflies. Die Dinger schwirren den ganzen Tag hier umher und die Bisse jucken nach Tagen noch fies.

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… Am nächsten Tag haben wir die legendäre Bootsfahrt durch den Fjord Milford Sound gebucht. Zwei Stunden schippern wir über den 14 km langen Fjord und sind überwältigt von dem Anblick der umliegenden extrem steilen Felswände, die nicht an der Meeresoberfläche stoppen, sondern hunderte Meter in die Tiefe weiter reichen. Besonders ist hier auch, dass das Salzwasser mit einer 10-15cm Süßwasserschicht abgedeckt ist, die das Licht fängt. So können hier in nur wenigen Metern Tiefe Tiere leben, die sonst für Taucher unerreichbar sind. Wir sind schwer beeindruckt von dieser wundervollen Natur um uns herum und verlassen mit vielen schönen Erinnerungen das Schiff.

… Unsere Reise führte uns an die Westküste der Südinsel, an die wir über eine lange kurvige Straße gelangen. Zwischendurch regnet und schneit es in den Bergen. Endlich kommen wir an den Gletscher. Wir machen einen halbstündigen Spaziergang über Geröll und durch ein Flussbett zum Fox Glacier. Ich muss zugeben, ich bin enttäuscht, als wir ankommen. Man kann leider nur noch auf 450m ans Eis heran, weil es zu brüchig ist. Vor ein paar Jahren konnte man noch aufs Eis und auf älteren Bildern sehen wir, wie sehr der Gletscher geschrumpft ist.

… Unser nächster Stopp sind die Pancake Rocks, doch bevor wir uns die anschauen übernachten wir in freier Natur am Strand bei brausender See. Die Pancake Rocks sind eine seltsame Felsformation, die aussieht wie ein Stapel Pfannkuchen, entstanden durch schichtweise Ablagerungen von Kalk und Ton, die unterschiedlich schnell von Wasser abgetragen werden und bereits 30 Mio Jahre alt. Besonders beeindruckend sind die Rocks bei starkem Seegang, wenn das Wasser in hohen Fontänen durch die Blowholes schießt.

… Auf dem Weg nach Norden halten wir an einer Hängebrücke, die 17m über einem Fluss die beiden Ufer mit einander verbindet. Die Brücke ist ca 50 m lang und ziemlich wackelig. Der Ehemann trägt Söhnemann in der Trage und die beiden (oder nur der Ehemann) haben mit Höhenangst zu kämpfen. Mir ist auch etwas mulmig zu Mute und ich bin froh, als ich am anderen Ende angekommen bin. Dort machen wir einen kleinen Spaziergang und überlegen, wie wir wieder zurück kommen sollen. Es gibt 2 Möglichkeiten. Entweder wir gehen diese wackelige Brücke wieder zurück oder wir nehmen die Seilbahn. Ok, wir entscheiden uns für die Seilbahn.

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… Im Norden der Inseln steht der Abel Tasman Nationalpark auf dem Programm. Hier führt einer der Great Walks hindurch und man kann mehrere Tage wandern. Der Nationalpark ist nur zu Fuß oder vom Wasser aus erreichbar. Da wir für eine Mehrtageswanderung schon vor Monaten die Hütten oder Zeltplätze hätten buchen müssen, aber dennoch so viel wie möglich vom Park sehen möchten, entscheiden wir uns für ein Wassertaxi, das uns zunächst an allen Buchten vorbei fährt und dann auf dem Rückweg in der Mitte rauslässt, von wo aus wir 4 Stunden wandern, um dann wieder eingesammelt zu werden. Das Wassertaxi ist mit ordentlich Speed unterwegs, wir sitzen hinten, um den Wellen nicht ganz so extrem ausgeliefert zu sein, dafür werden wir aber nass. Egal, die Aussicht ist traumhaft und Sohnemann schläft schon wieder.

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… Wir fahren in eine Bucht, in der riesige Rochen direkt um uns herum schwimmen. An den kleinen Inseln vor den Buchten sehen wir Robben mit ihren Babies auf den Steinen liegen. Die Strände leuchten gelb Gold, es ist einfach Paradies pur!
… Es ist mittlerweile der 24.12., Heiligabend. Für uns könnte Weihnachten nicht weiter weg sein. Auch wenn überall Weihnachtsbäume stehen und die entsprechenden Lieder erklingen, es ist Sommer um uns herum, nichts von White Christmas á la Bing Crosby. Überhaupt stellen wir fest, dass uns die Feiertage dieses Jahr nicht interessieren. Für uns zählt es nur, dass wir zusammen in unseren kleinen 4 Camperwänden unterwegs sind, als Familie. Sohnemann genießt das sehr. Wenn er morgens aufwacht wird Papa mit einem eher weniger sanften Bartkraulen geweckt und wenn dann alle wach sind, müssen die Vorhänge bei Seite geschoben werden und er schaut, wie es um uns aussieht. Ist ja auch spannend jeden Morgen einen neuen Ausblick zu haben.

….Fortsetzung folgt

Gastbeitrag // Gesunde Nascherei für die Stillzeit

Heute bloggt für Euch die liebe Farina. Schon lange folge ich ihrem Instagram Account und Blog „Auf Tuchfühlung„. Irgendwie mag ich ihren „Erziehungsstil“, dass sie mit Stoffwindeln wickelt und überhaupt kommt mir Farina ganz sympathisch vor. 

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Als die liebe Steffi angefragt hat, ob ich nicht Lust hätte, einen Gastartikel für ihren Blog zu schreiben, musste ich nicht lange überlegen. Ich selbst bin im November letzten Jahres zum zweiten Mal Mama geworden und freue mich deswegen sehr, hier an dieser Stelle einen Beitrag dazu zu leisten, dass Steffi die Kuschel- und Kennenlernzeit genießen kann, ohne sich nebenbei zu viele Gedanken um den Blog machen zu müssen.

Aber fangen wir nochmal von vorne an und ich stelle mich erst einmal vor: Ich bin Farina, Studentin, zweifache Mädchenmama, Stoffwindelberaterin und freie Bloggerin. Mit meiner kleinen Familie lebe ich im Schwabenländle und blogge zusammen mit meiner Freundin Ann Cathrin auf unserem Blog auftuchfuehlung über Mamithemen, Essen und alles, was uns sonst so bewegt.

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Da meine letzte Geburt auch noch nicht allzu lang zurück liegt, kann ich mich noch gut an die ersten, magischen Tage und Wochen mit meiner Kleinen erinnern. Und daran, wie dankbar man für gutes Essen ist, um das man sich im Wochenbett nicht groß kümmern muss. Denn egal ob man stillt oder nicht, im Wochenbett braucht man Energie, der Appetit auf Süßes ist groß und ganz schnell greift man zu etwas, das keine Nährstoffe für den Körper liefert, der gerade eine so unglaubliche Leistung erbracht hat.

Ein perfektes Geschenk für die ersten Babybesucher sind also kleine Stillkugeln, die jede Menge Gutes für die junge Mama enthalten und die den Hunger nach etwas Süßem stillen – von daher Stillkugeln im doppelten Sinne 😉 . Ich habe sie mir selbst vor der Geburt meiner zweiten Tochter vorbereitet, da ich wusste, wie knapp manchmal die Zeit sein wird und war sehr dankbar dafür, sie in den ersten Wochen da zu haben.

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In der Zubereitung seid ihr recht frei. Meine liebste Variante besteht aus Datteln, Kakaopulver und Walnüssen. Die Datteln werden püriert (legt sie vorher etwas in Wasser, falls ihr keinen leistungsstarken Mixer habt), die Walnüsse zerhackt und alles wird zusammen mit dem Kakaopulver vermengt und zu kleinen Bällchen geformt. Die lassen sich dann auch sehr gut einige Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Eine andere Möglichkeit ist, statt Datteln beispielsweise getrocknete Aprikosen zu nehmen, oder die Datteln mit Feigen zu vermischen. Die Nüsse können natürlich auch variiert werden und auch Kokosflocken harmonieren sehr gut. Ihr seht also: Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

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Ich kann euch diese kleinen Köstlichkeiten wirklich ans Herz legen, denn glaubt mir: Euer Körper wird es euch danken (und die nächste Schokolade könnt ihr dann mit gutem Gewissen genießen 😉 ).

Alles Liebe, Farina

Gastbeitrag // Tipps für ein entspanntes Wochenbett

Heute bloggt für euch die liebe und tolle Jil. Ihren Blog „Von Herzen und Bunt“ liebe ich sehr und kann ihn euch nur empfehlen. Jil ist so eine herzliche Persönlichkeit und obwohl wir es bis jetzt noch nicht geschafft haben uns live und in Farbe zu treffen (dabei wohnen wir schon so nahe beieinander), verbindet uns doch so etwas wie eine Freundschaft. Eine digitale Freundschaft eben. Ich habe mich so gefreut, als Jil zugesagt hat mich hier ein bisschen zu vertreten und einen Gastbeitrag für meine Zeit im Wochenbett (indem ich mich hoffentlich schon befinde…) zu gestalten. Also, vielen Dank du Liebe! Schaut auch gleich mal auf ihrem Blog vorbei und hinterlasst liebe Grüße!

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Liebe Steffi, diese Zeit, die Zeit im Wochenbett, ist so unglaublich besonders. Diese ersten Wochen verändern so vieles. Um dieses magische Gefühl mit frisch geborenem Baby zu Hause in vollen Zügen genießen zu können, habe ich ein paar Tipps fürs Wochenbett zusammen gestellt:

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Besuche absprechen

Das kann ich wirklich nur empfehlen. Selbst der netteste, fürsorglichste Besuch ist Besuch. Die innere Anspruchshaltung an sich selbst, was das Umsorgen des Besuchs angeht oder die Sauberkeit zu Hause; Besuch setzt uns innerlich immer etwas unter Druck. Ist noch genug Sprudel da? Ist das Bad sauber? Das Wochenbett ist nicht die Zeit für (falsche) Eitelkeit.
Es bietet sich an, Freunden und Verwandtschaft noch während der Schwangerschaft darüber zu informieren, wie man sich die Sache mit dem Besuch im Wochenbett vorstellt.

Besucher bringen Essen oder Einkäufe mit
Ebenfalls lohnt es sich im Vorfeld zu besprechen, dass Besucher etwas (stillfreundliches!) zu Essen mitbringen, vielleicht sogar Einkäufe erledigen. Viele Besucher freuen sich darüber, weil sie durch klare Ansagen besser wissen, wie sie sich verhalten können und womit sie etwas Gutes tun können.

Um Hilfe bitten/Termine ausmachen

Im Wochenbett vergisst man manchmal welcher Wochentag gerade ist oder was an einem bestimmten Tag ansteht, das ist schön. Je nach Typ hilft es aber auch vorab die richtigen Menschen terminiert um Unterstützung zu bitten und sich alles notieren (Stichwort Stilldemenz). Zum Beispiel: Sonntag bringt Freundin xy etwas zu Essen mit. Donnerstag hilft die Schwiegermutter beim Putzen. Natürlich mit der Möglichkeit verbunden, diese Dates auch kurzfristig absagen zu können.

Zeit genießen und einfach liegen bleiben

Es ist so wunderbar einfach mit dem Baby im Bett liegen zu bleiben, während da draußen der Bär steppt. Sich tagsüber mit hinzulegen, zu schlafen oder das Baby einfach nur anzusehen. Faul sein und die Zeit genießen, denn an diese ersten Wochen erinnert man sich wohlmöglich sein Leben lang. Es ist so was von die falsche Zeit um mit dem Putzlappen durchs Haus zu laufen. Die Staubmäuse rennen ganz bestimmt nicht weg, keine Sorge.

Nicht reinreden lassen
Besonders frisch gebackene Großeltern neigen dazu sich ungefragt einzumischen. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass früher so manches anders gehandhabt wurde. Egal ob es um die Schalfsituation, das Stillen oder sonst etwas geht: Hört auf euer Herz und tut das, was ihr selber für richtig haltet.

Klare Kommunikation

Ganz klare und deutliche Kommunikation für diese Zeit ist wichtig. Das Wochenbett ist eine besondere, außergewöhnliche Situation für alle und die Eltern alleine bestimmen, wie sie diese Zeit gestalten möchten. Sie sollte nicht getrübt sein von zu hohen Erwartungen. Auch auf die Gefahr hin, dass man dem/der ein oder anderen vor den Kopf stößt mit seinen Vorstellungen vom Wochenbett: Das ist alleine eure Zeit.

Liebe Steffi, ich wünsche euch für die Geburt und die Zeit danach alles, alles Gute. Ich bin sicher ihr macht das toll und wo du Austausch findest, weißt du ja ☺
Genießt die Zeit in vollen Zügen und hört auf euer Herz.

Liebe LeserInnen, wenn ihr Lust habt, schaut gerne mal auf meinem Blog „Von Herzen und Bunt“ vorbei. Dort gibt es die beliebten To Do-Listen für die einzelnen Schwangerschaftstrimester, alles Rund um den Kaiserschnitt und Buchtipps rund um die Geburt (http://vonherzenundbunt.de/buchtipps-rund-um-die-geburt/)

Gastbeitrag // Infused Water – Melonen Minze Erfrischung

Heute hat die liebe Michaela von littlebee ein leckeres Rezept für euch. Während der Schwangerschaft und dem Wochenbett ist es wichtig besonders viel zu trinken. Eigentlich hatte ich damit nie Probleme aber an den ganz heißen Sommertagen komme ich wohl doch nicht ganz auf die benötigte Menge, was ich an dicken Füßen und Kopfschmerzen bemerke. Da kommt mir dieses Rezept gerade recht… Michaela habe ich über Instagram „kennengelernt“ und folge ihr bzw. ihrem Blog seitdem sehr gerne. Schaut auch mal bei ihr vorbei und lasst einen lieben Gruß da.

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Hallo, ich bin Michaela, das Gesicht hinter dem (Mama) Blog littlebee® (www.littlebee.at). Auf meiner Seite dreht sich alles um Kids, Food, DIY und den ganz normalen Wahnsinn als 3 fach Jungsmama am Stadtrand von Wien. Ich freue mich, das ich bei Steffi zu Gast sein darf. Neben meinen Geschichten rund um Kinder beschäftige ich mich am Liebsten mit meinem Garten und allem was uns die Natur bietet. Heute habe ich eine kleine Getränke Idee für euch für den Sommer.

Infused Water – so gehts

Trinken ist so wichtig, gerade im Sommer, wenn es heiß ist, ist es noch wichtiger, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Ich trinke schon seit einigen Jahren nur noch Wasser, aus diversen Gründen. Doch manchmal ist das selbst mir zu langweilig. Dabei ist es ganz einfach, dem einfachen Leitungswasser sofort ein wenig Pepp zu geben.

Ich liebe daher gerade im Sommer Infused Water. Mit frischen Zutaten aus dem Garten und leckerem Obst bekommt Leitungswasser sofort ein wenig Geschmack und erfrischt. Eine leckere Idee habe ich jetzt für euch.

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Melonen Minze Wasser mit Limette

Für ein Glas Infused Water mit Melone und Minze benötigst du ein Stück einer Wassermelone. Ich schneide sie in mittelgroße Stücke, die Hälfte davon gebe ich in ein großes Glas und zerdrücke sie mit einer Gabel. So habe ich sofort den frischen, süßen Melonensaft in meinem Glas. Die restlichen Melonenstücke zerdrücke ich nicht und gebe sie einfach so ins Glas. Außerdem gebe ich 1-2 Scheiben einer Limette hinzu und 3-4 Blätter frische Minze. Einfach mit kaltem Wasser aufgießen und genießen. Wer es gerne richtig kühl haben möchte gibt noch Eiswürfel hinzu.

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Die Variationen von Infused Wahrer sind nahezu grenzenlos.
Habt ihr es auch schonmal versucht?

Habt einen wunderbaren Sommer und geniesst die Ferien.
Habt ihr Lust mehr über mich zu erfahren?
Dann besucht mich gerne auf meiner Seite 

XOXO
Michaela

Schwangerschaft Update // 3. Trimester

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Heute möchte ich euch mal wieder ein bisschen über meine Schwangerschaft berichten. Kaum zu glauben, das dritte Trimester neigt sich dem Ende zu, die Schwangerschaft neigt sich dem Ende zu. In wenigen Tagen / Wochen werden wir unser kleines Baby in den Armen halten und so langsam werde ich richtig, richtig aufgeregt. Mit diesem Blogpost verabschiede ich mich auch gleichzeitig in die „Babypause“. Im Juli werdet ihr nicht so viel von mir hören oder lesen, zumindest nicht hier auf dem Blog. Wer möchte, darf mir gerne auf Instagram folgen, da werde ich euch sicher ein bisschen auf dem Laufenden halten. Aber auch hier wird es nicht langweilig werden. Denn ich habe viele, liebe Menschen gefunden, die sich bereit erklärt haben, mich während meiner Pause zu vertreten. Es wird also weiterhin 2-3 mal in der Woche einen neuen Beitrag geben.

Kommen wir nun also zu meinem letzten Schwangerschaftsupdate…

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Der schönste Augenblick

In den letzten Wochen und Monaten gab es natürlich mehr als nur EINEN schönen Augenblick. Die Liste ist lang… allgemein kann ich sagen, dass mir das letzte Trimester sehr gut tat. Ich konnte meine freien Tage so richtig genießen, mich noch einmal intensiv auf die Schwangerschaft, das Baby und natürlich auch auf mich konzentrieren. Das war sehr, sehr schön.

Unser Urlaub an der Ostsee, der letzte Urlaub zu Zweit, war sehr sehr schön und natürlich ein Highlight.

Das Babybauch-Shooting war auch wundervoll und es sind super schöne Bilder dabei entstanden. Kinderzimmer einrichten, Kinderwagen abholen, Babywäsche und Windeln waschen und vorbereiten… alles natürlich sehr schöne Momente.

Aber mein absoluter Freude und Highlight Moment war in der 37. SSW, als meine Frauenärztin ganz überrascht festgestellt hat, dass sich das Baby doch noch in die richtige Position gedreht hat. Bisher lag es nämlich immer in Beckenendlage und Hebamme und Ärzte haben langsam schon die Hoffnung aufgegeben, dass es sich noch von selbst dreht. Es wurde schon sämtliches Procedere besprochen, Wendung, Kaiserschnitt, Spontangeburt in Beckenendlage… und eines Nachts, ich bin mir ganz sicher wann das war, denn ich habe tatsächlich sehr intensive Bewegungen gespürt, hat sich das Baby doch noch entschlossen uns einen Gefallen zu tun. Oh was war ich erleichtert.

Babybauch / Gewicht

Oh ja, der Babybauch nimmt tatsächlich Dimensionen an, die ich nie für möglich gehalten hätte. Irgendwie komisch, dass man nicht vorne überkippt. Momentan habe ich das Gefühl, dass der Bauch täglich größer wird. So schön die Kugelzeit auch ist, ich freue mich schon darauf meinen Körper wieder für mich zu haben und wieder in meine „normale“ Kleidung zu passen. Dementsprechend ging natürlich auch das Gewicht nach oben, mein Heißhunger auf Süßigkeiten und Wassereinlagerungen haben ihr nötiges dazu beigetragen.

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Sportliche Betätigung

Schwimmen, Schwimmen, Schwimmen. Im  Moment bewege ich mich am liebsten im Wasser. Das tut geschwollenen Füßen gut, sorgt für Abkühlung, man fühlt sich schön leicht und ein toller Sport ist es sowieso. Ansonsten versuche ich einfach so viel Bewegung wie möglich in meinen Alltag einzubauen… laufen oder mal mit dem Fahrrad fahren… keine großen sportlichen Aktionen mehr, aber immerhin ein bisschen was. Außerdem läuft mein Pilates und Beckenbodentraining noch weiter und ich versuche es bis ganz zum Schluss durchzuziehen.

Neuzugänge fürs Baby

Die letzten Utensilien fürs Kinderzimmer sind eingezogen… Vorhänge, Dekoration usw. Außerdem wurde dem Drogeriemarkt ein Besuch abgestattet, ein bisschen Baby Erstausstattung musste doch noch sein (Feuchttücher für unterwegs, Fieberthermometer, Nagelschere usw.).

Symptome, Wehwehchen und Beschwerden

Rückenschmerzen!! Jeden Morgen wache ich mit Rückenschmerzen auf. Allgemein fällt mir das Schlafen sehr schwer. Meine Gedanken kreisen um das Baby, ich bin unruhig aber doch so müde. Schlafe ich dann endlich ein, wache ich oft auf… mit Rückenschmerzen. Der Positionswechsel im Bett ist ein kleiner Kraftakt und ich fühle mich wie ein Walross. Da bin ich froh, dass ich auch mal Mittags ein kleines Schläfchen halten kann und mich mein Mann immer mal wieder mit einer kleinen Massage verwöhnt.

Tatsächlich schwellen mir an heißen Tagen auch die Füße und Hände extrem an. Hallo Wassereinlagerungen. Auch vor mir haben sie keinen Halt gemacht. Und obwohl man meiner Meinung nach gar nicht so doll sieht, dass ich kleine Hobbit Füße habe, so spüre ich es doch… es spannt und die Füße sind schwer und müde. Zum Glück ist das wirklich nur an sehr heißen Tagen der Fall oder wenn ich zu viel auf den Beinen war. Dann helfen kalte Fußbäder, viel (richtig viel) trinken, Füße hoch und Massagen.

Gelüste und Abneigungen

Weiterhin Erdbeeren und ansonsten Wassermelone, Wassermelone, Wassermelone. Manchmal auch Kirschen. Gibt es hier meist zum Frühstück, Mittag und Abendessen. Eistee geht auch ganz gut und allgemein kann ich nur sehr schwer NEIN zu Süßem sagen. Hallo Torte, Kuchen, Schokolade, … aber auch Tomatensalat, Mozzarella, Avocado und Spargel stehen hoch im Kurs. Abneigungen habe ich (leider) überhaupt keine und ich könnte ständig irgendetwas essen.

Meine Lebensretter

Kalte Fußbäder // Ausflüge zum See oder ins Schwimmbad // Rückenmassagen // Kleine Auszeiten nur für mich

To Do

Die letzten Vorbereitungen treffen… Muss noch etwas besorgt werden? Babykleidung waschen und in die Schränke sortieren, das Bett herrichten, Autositz einbauen oder zumindest mal damit auseinander setzen wie alles funktioniert… Kinderwagen besorgen… Kurz gesagt, dem Nestbautrieb so richtig freien Lauf lassen.

Außerdem einen Gang zurück schalten. Ich habe es wirklich erst gegen Ende der Schwangerschaft gemerkt, wie langsam alles beschwerlich wurde. Irgendwann kam also der Punkt an dem ich mir bewusst nur noch einen Termin oder eine Aktion pro Tag geplant habe. Einen Tag pro Woche habe ich mir komplett frei gehalten. Füße hochlegen, ein Buch lesen, Fernsehen schauen, ein bisschen was für den Blog machen, schlafen. Einfach meine Auszeiten genießen.

Essen vorkochen für die Zeit im Wochenbett. Dies habe ich mir schon länger vorgenommen und eine Freundin, die vor kurzem ein Baby bekommen hat, hat mir bestätigt, dass es wirklich die beste Idee war. Nicht lange überlegen was es zu Essen geben soll, nicht extra einkaufen müssen oder zu ungesundem Fast Food greifen. Ich habe in den letzten Wochen einfach immer zwei Portionen mehr gekocht und dann einen Teil eingefroren. So kann man sich morgens einfach mal etwas aus der Tiefkühltruhe holen und evtl. noch ein paar Nudel abkochen und fertig. Ganz ohne Stress.

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Ansonsten

Sind wir bereit… Baby, du darfst sehr gerne kommen! Wir freuen uns.

Wochenrückblick # 27

Geburtstagswoche. Ihr wisst vielleicht, ich feiere nicht nur Geburtstag, sondern auch Geburtstagswoche. Allerdings ist dieses Jahr alles etwas ruhiger ausgefallen. Der Mann musste arbeiten, ich hatte mit Schlaflosigkeit und Übungswehen zu kämpfen… da war mir allgemein einfach nicht so nach großer Party. Aber wir hatten trotzdem eine schöne, gemütliche Woche und haben einfach noch einmal ganz viel Zweisamkeit genossen. So gut es eben ging. An meinem Geburtstag haben wir dann mit ein paar Freunden gebruncht, auch ganz in Ruhe und gemütlich. Denn auch hier war mir einfach wichtig, noch einmal Zeit mit meinen liebsten Menschen zu verbringen, mich in Ruhe zu unterhalten (und essen)… bevor in Zukunft immer ein kleines, zauberhaftes Menschenwesen dabei sein wird. Heute kommt noch die Familie zu Kaffee und Kuchen und dann ist der ganze Geburtstagswahnsinn schon wieder vorbei. Und so auf den ersten Eindruck kann ich auch direkt sagen, 30 ist gar nicht so schlimm wie es sich anhört.

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Gelesen: Letzte Woche bin ich nicht so zum lesen gekommen. Aber gleich lege ich mich in die Badewanne und fange einen neuen Thriller an.

Gegessen: Weiterhin Kirschen, verschiedene Beeren, Nektarinen, … außerdem natürlich Geburtstagskuchen.

Getrunken: Alkoholfreien Sekt.

Geplant: Die letzten Dinge für meinen Geburtstag und sonst lebe ich im Moment so ziemlich planlos in den Tag…

Gefreut: Über meine tollen Geburtstagsgäste, die lieben Glückwünsche von überall her, die schönen Geschenke und den Weltbesten Ehemann der sich für mich immer so große Mühe gibt.

Gesehen: Endlich mal wieder Shopping Queen. Seit unserem Umzug, bis letzte Woche hatten wir keinen Fernseher… Da habe ich mich über Guido sehr gefreut.

Gehört: Diverse Playlisten auf Spotify.

Gewünscht: Ich bin gerade so ziemlich wunschlos glücklich.

Gekauft: Nichts… ich habe mich ja reich beschenken lassen. Allerdings habe ich in diversen Onlineshops gestöbert. Mal sehen, ob heute nicht doch noch etwas im Einkaufskorb landet.

Getan: Geburtstagswoche und Geburtstag gefeiert.

Oh 30 – Party oder Panik?

Der 30. Geburtstag steht vor der Tür, er klopft schon ganz laut und lässt sich nicht mehr weg schicken. Da werde ich doch tatsächlich 30 dieses Jahr. So eine große Zahl. So erwachsen. Früher dachte ich, mit 30 ist man alt. Meine Eltern waren immer irgendwas mit 30. Jetzt habe ich selbst bald die drei davor stehen. Ich erinnere mich noch so gut an meinen 20. Geburtstag. Gerade Abi gemacht, mein Jahr Amerika stand unmittelbar bevor, eine Geburtstagsmail von meiner zukünftigen Gastmama mit dem Hinweis, dass wir den nächsten Geburtstag zusammen feiern werden. Die 21. in Amerika, endlich und offiziell auch da erwachsen. Und dann sind die Jahre nur so gerast. Wo ist die Zeit geblieben?! Und das ist der Punkt, der mir Angst macht. Nicht die Zahl, nicht die 30, nicht das älter werden. Sondern, dass die Zeit einfach so schnell vergeht und ich oft das Gefühl habe nicht mehr hinterher zu kommen.

Vor den Dreißigern habe ich überhaupt keine Angst. Im Gegenteil, ich freue mich. Ein neuer Abschnitt, eine neue Zeit. Ich bin erwachsen, ich werde bald Mama… da darf man doch auch 30 sein. Und außerdem… ist 30 nicht das neue 20? Und ist man sowieso nicht nur so alt wie man sich fühlt?! Ich habe mit meinen 30 Jahren schon viel erleben dürfen und schon viel erreicht. Und ich kann mich glücklich schätzen.

Also nein, ich habe keine Panik. Ich bin für Party. Allerdings nur eine klitzekleine Party. Mit großer Babykugel, kurz vor dem platzen hat sich die Partymaus in mir irgendwie und irgendwohin zurück gezogen. Aber ich habe auch genug große Partys gefeiert… da kann es jetzt auch ruhig etwas gelassener und gemütlicher zugehen. Es soll einfach ein toller Tag mit meinen besten Freunden und der Familie werden. Und es wird bestimmt ein ganz toller Tag. Und ein tolles Jahr. Ich habe mir nämlich ein paar Dinge überlegt, die ich im kommenden Lebensjahr gerne erreichen/umsetzen möchte. Manches sind große und besondere Punkte, manches sind alltägliche kleine Dinge. Manches sind einmalige Gelegenheiten, anderes vielleicht ein etwas längerer Prozess…

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Pinterest

 

Einen Gemüsegarten anlegen.

Mich an meine Rolle als Mama gewöhnen.

Ganz viel Zeit als Familie genießen.

Einmal im Monat ein Date mit meinem Ehemann.

Einmal im Monat ein Date mit mir selbst.

Die Schwangerschaftspfunde wieder los werden und in Form kommen.

Dazu unbedingt wieder im Fitnessstudio anmelden.

Eine neue Sportart ausprobieren (Tennis, Klettern, ?!).

Wieder gesünder und ausgewogener essen.

Eine große Reise während mein Mann Elternzeit nimmt.

Alte und Neue Freundschaften pflegen.

Mich öfter bei meiner Oma und meinem Opa melden.

Nicht an die Arbeit denken und die Zeit in Elternzeit einfach genießen.

Mehr auf Qualität achten… in vielen Bereichen… Lebensmittel, Kleidung, materielle Dinge. Dafür nicht so viel Quatsch kaufen.